Schatten … Schatten …

Während draußen Frühling ist, ich DRINGEND mehrere Exposès fertigstellen sollte, die eigentlich – versprochen! – schon seit Wochen abgeschickt sein sollten, ich jedoch daran gehindert werde, da die Umstände – privat und brotberuflich – mir – ebenfalls seit Wochen – kaum Zeit dazu lassen, – weswegen ich auch mehrere schon fast fertige Blogbeiträge auf St.-Nimmerlein verschiebe, jetzt schon die ersten Verspätungsmeldungen der Deutschen Bahn für meine Reise nach Köln eintrudeln, auf die ich mich riesig freue – leider werde ich aber wohl nicht pünktlich zum Auftakt beim PAN-Branchentreffen eintreffen – und meine Motivation überhaupt irgend etwas zu machen, inzwischen deutlich unter Null stürzt …

Schatten! … Schatten über Schatten! … Schatten überall! … Schatten über …

… trudelt gerade ein Päckchen auf meiner Türschwelle ein!

„Schatten über Camotea – Die Wächter Chroniken“ sind da! Endlich könnt ihr den „Hort der Drei Sonnen“ auch auf Papier lesen. Mein Dank geht an alle Mitautoren und die Macher und Camotea-Weltenerschaffer Christian Kopp und (ganz besonders an) Henning Mützlitz, der hartnäckig genug war, dieses Werk doch noch zu vollbringen!

„Schatten über Camotea“ sollte ab sofort überall erhältlich sein, wo es Bücher (zu bestellen) gibt.

Ich glaube, ich werde den Rest des Tages doch besser damit verbringen, mit Freunden in der Abendsonne zu sitzen, und mache mich dann morgen wieder ans Werk.

In diesem Sinne … man liest sich.

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Wohin?

Nach Leipzig.

Vergangene Woche war Buchmesse in Leipzig. Ich war Donnerstag und Freitag dort, genoss die Atmosphäre, traf auf viele großartige Menschen und dezimierte die Kaffee-Vorräte in der PAN-Autoren-Lounge.

Leider konnte ich auch dieses Jahr nichts schriftstellerisches zur Messe beitragen, doch die Freundschaftspflege, und das, was man wohl so als »netzwerken« bezeichnen kann, ließ die Tage nicht langweilig werden.

Am Samstag ging es wieder nach Hause und schon hat mich der Alltag im »nicht-schreibenden-Leben« zurück, mit all seinen Höhen und bedauerlicher Weise aktuell überwiegend … Tiefen.

Zu meiner Überraschung war das Thema, das die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen umtrieb, weder die Urheberrechtsreform (wird von den meisten, obwohl selbst Urheber, in dieser Form schlichtweg als Desaster angesehen), noch die in den »Sozialen Medien« omnipräsente Vielfältigkeits-, Repräsentations- und Geschlechterdebatte(* siehe unten) (was selbstverständlich nicht heißen soll, dass das Thema nicht weiter brennt wie wenig anderes!), und auch die Löschung der Wikipedia-Liste deutschsprachiger Science-Fiction-Autorinnen beherrschte nicht alle Unterhaltungen.

Tatsächlich ging es in vielen Unterhaltungen irgendwann um die allgemeine Situation in der Buchbranche, speziell in der deutschen Phantastik.

Allgemein wurde festgestellt, dass die Phantastik wieder stärker zum Nischenmarkt wird – PAN, Seraph und Phantastik-Bestenliste zum trotz-, und dass eine Veröffentlichung bei einem großen Publikumsverlag inzwischen auch kein Garant für nennenswerte Verkaufszahlen ist.

Ich stellte vor einigen Jahren die Prognose, dass sich der Buchmarkt ähnlich entwickeln wird, wie in der Musikbranche schon geschehen. Die inzwischen auch nicht mehr so »Neuen Medien« ziehen Zeit und Geld zu sich, und die durch die zunehmende Digitalisierung entstandene Entwertung der »Ware« (»Eine digitale Kopie nimmt ja niemandem etwas weg!«) führte im Musikmarkt schon zur Jahrtausendwende zu einem Umsatzeinbruch (vor 20 Jahren brauchte ein Künstler 250 000 Plattenverkäufe für eine »Goldene Schallplatte« inzwischen reichen 100 000). Die großen Plattenfirmen konzentrierten sich lieber auf eine Handvoll internationaler Popsternchen für den Werberadio-Dudelfunk (Entschuldigung, hier will ich gar nicht objektiv sein!) und versorgen den Musikfan alten Schlags mit der hundertsten »Limited-Edition-Remaster-Collectoin-Fan-Box« seiner Lieblingsband.

Der Rest der Musikszene lebt bei Klein- und Kleinstlabels, oder gleich in der Selbstvermarktung. Doch wer die Augen und besonders die Ohren öffnet, stellt fest, dass sich die »echte« Musikszene zwar in unzählige Subgenre-Schubladen verzogen hat, jedoch vielfältig und qualitativ hochwertig wie nie ist. Ich finde heute in den von mir bevorzugten Genres so viel gute, neue Musik, dass ich permanent vor der Qual der Wahl stehe. Nur sind es eben Nischen, die in der sogenannten »breiten Öffentlichkeit« nicht mehr stattfinden. Und – das ist das größere Problem – kaum noch einer dieser Künstler kann von seiner Arbeit leben, geschweige denn … reich werden.

Nun erleben wir eben vergleichbares in der Buchbranche. Gestern Socken im Zehner-Pack »One-Size-Fits-All«, dann der »Millennial Whoop« für alle zum mitgröhlen, morgen Tütensuppen »One-Taste-Pukes-All«, dazwischen kümmert sich die Karawane der Betriebswirte um die Publikumsverlage, macht auch sie Markkonform, macht »Internationale Bestseller« für alle, und wer das »wahre Leben« liebt, bekommt B-, C-, und D-Promi-Bios von der Stange. Ansonsten wartet man auf »The-Next-Big-Thing«, weil Harry Potter und Twilight, das kann es doch nicht schon gewesen sein.

Oh, auch ich hätte gerne die ledergebundene Luxusausgabe des »Herrn der Ringe« , und die Neuausgabe von Ursula Le Guins »Erdsee« leuchtet im Bücherregal, fast zu schön um sie zu lesen.

Aber es sind heute die tausend Klein- und Kleinstverlage sowie unzählige Selfpublisher, die sich um den Rest – den Nicht-Mainstream – kümmern. Und das machen sie inzwischen verdammt gut. Wenn ich heute über die Buchmesse oder über den BuCon schlendere, bin ich begeistert, wie viele wunderschöne und auch handwerklich phantastisch gemachte Bücher ich sehen – und lesen darf. Vorbei die Zeit, als Kleinstverlag gleichbedeutend war mit schlecht lektoriert, Flattersatz, und augenkrebserzeugenden Buchumschlägen – Titel und Autor in »Comic-Sans«.

Alles prima also? Nein. Denn diese veränderte Welt trifft die Autorenschaft vielleicht noch etwas härter als die Musikszene. Immerhin können sich viele Bands bei Konzerte ein kleinen Teil dessen zurückholen, was sie bei den Album-Verkäufen verloren haben. Und so schaffen es doch einige ins Profi-Lager auf Harz-4-Niveau, die es sonst nicht soweit geschaft hätten. Natürlich gibt es auch in der Autorenschaft begnadete Vorleser, jedoch werden Lesungen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nie den Stellenwert eines Live-Konzerts haben. Und sowohl Musiker, als Autoren, versuchen sich inzwischen mit unterschiedlichem Erfolg an Crowdfunding oder Patreon. Aber auch das wird nicht für alle reichen. Und jetzt schon bemerken wir gerne, dass die Autoren-Kollegenschaft einen unangenehm bedeutsamen Anteil an unseren Buchverkäufen ausmacht – kauf ich deins, kaufst du meins … Das Problen bleibt: Der Kuchen schmekt noch immer lecker, aber er wird kleiner …

Sowas wie ein Fazit? Ich glaube an die Szene. Allen Unkenrufen zum Trotz bin ich überzeugt, dass es noch nie so viele gute und auch gut gemachte Geschichten, Romane, Anthologien in der deutschen Phantastik gab. Aber die Welt verändert sich – und nicht nur zum Guten, nein beileibe nicht. Der Buchmarkt schrumpft weiter, eingezwängt zwischen Netflix und Instagram und »allzeit bereit im Job«. Und die Phantastische Literatur ist eine Nische im schrumpfenden Buchmarkt, die deutschsprachige Phantastische Literatur ist eine Nische in der Nische im schrumpfenden Buchmarkt. Auch wenn diese Nische ist bunt ist, und lebendig wie nie.

Als Leser mache ich mir da keine Sorgen …

… und als Autor?

Wohin?

Ich weiß es nicht.

Die nächsten Jahre bleiben spannend.

Sorry, dass ich Euch die Lösung schuldig bleibe.

Nicht in Leipzig eingekauft (mit dem Zug unterwegs), sondern bei der Buchhändlerin meines Vertrauens gleich nach der Messe bestellt … Weitere folgen …

(*) Verzeiht mir, aber mir sind Begriffe wie »Diversity«, »Gender« etc. herzlich unsympathisch. Ich habe kein Problem darin, wenn ihr sie verwendet, ich verstehe sich auch – nach dem in den einen oder anderen Begriff recherchiert hatte – aber ich versuche sie zu vermeiden. Warum? Nicht zuletzt, weil es in einer Diskussion (u.A.) um die deutsche Sprache von Vorteil wäre auch deutsche Begriffe zu verwenden. Das hat nichts mit »Deutschtümelei« zu tun. Aber wenn man Menschen erreichen will, dann sollte man ihre Sprache sprechen, und nicht von ihnen verlangen, die selbst verwendeten (Fach-)Begriffe zu erlernen, zumal ja genügend eindeutig und allgemein verständliche Worte vorhanden sind. Und nicht zuletzt: Stellt euch vor, wir hätten konsequent von »Geschlechter- Reprästentation«, »Geschlechter-Gerechtigkeit«, »Geschlechter-Wahrnehmung« etc. gesprochen. Die »Ewig-Gestrigen« könnten nicht aufschreien: »Genderirrsinn! Wir werden alle gegendert! Ich will nicht gegendert werden!«. Wie würde sich das anhören: »Geschlechterirrsinn! Wir werden alle geschlechtert! Ich will nicht geschlechtert werden!«

Achtung! Drachen!

Das Mädchen war schmutzig. Es starrte geradezu vor Dreck, von der Nasenspitze bis zu den Zehen; auch die beeindruckend langen Haare machten da keine Ausnahme, sie waren zerzaust und verfilzt und Zweige und Laub hatten sich darin verfangen. Das Mädchen war so außergewöhnlich schmutzig, dass Tore erst gar nicht bemerkte, dass es nicht nur schmutzig war, sondern auch splitterfasernackt. Es stand mitten auf dem Waldweg und sah Tore neugierig an.

Tore glotzte zurück. Er hatte in den letzten Monaten viele schmutzige – wenn auch nicht so konsequent lückenlos schmutzige – und viele nackte – wenn auch selten so völlig ohne einen Hauch von etwas Kleiderartigem nackte – Menschen gesehen. Zuletzt in dem Dorf, durch das er vorgestern gekommen war. Die meisten dieser Menschen hatten geweint und geklagt und gefleht. Oder sie hatten Tore stumm und aus leeren Augen angesehen; manche dieser Augen waren nicht nur leer, sondern auch so tot wie der Rest von ihnen gewesen.

[…]

Aus „Familienbande“ von Stefan Schweikert

Im vergangenen August durfte ich für Dominik SchmellersDrachenzirkel“ in München lesen, und wurde dazu noch eingeladen, eine drachige Geschichte für die kommende Anthologie zu schreiben.

Jetzt ist das Buch erschienen, am vergangenen Samstag war Premierelesung (an der ich leider nicht teilnehmen konnte) und heute sind meine Exemplare gekommen. Schön, mal wieder etwas neues von mir gedruckt zu sehen …

Die „Familienbande“ spielen übrigens in der selben Welt, wie schon „Nebelsee“

Drachenmär gibt es vorerst nur bei den Lesungen des „Drachenzirkels“, oder fragt bei den beteiligten Autorinnen und Autoren nach.



Utopia? Dystopia!

Ich kann keine Utopien schreiben.

Nein, kann ich nicht. Ich bin eher so der Dystopien-Typ, wenn es um Science-Fiction und so geht. Utopie würde ich gerne, kann ich aber nicht … leider.

Auf dem PAN-Branchentreffen 2018 besuchte ich einen Workshop zum Thema Phantastik und Technologie. Eigentlich sollte es um Überlegungen gehen, wie „Was wäre, wenn die Hobbits Handys gehabt hätten“, oder ganz allgemein um das Einbringen technologischer Visionen in die Fantasy. Schnell entstand jedoch eine Grundsatzdiskussion zur Frage, warum Phantastik-Autoren technischen Fortschritt in der Mehrzahl skeptisch bis negativ behandelten, und ob es denn für uns keine »technologischen Utopien« mehr geben würde. Nun möchte ich diesen Thema noch einmal aufgreifen.

Ich mag Star Trek. Wirklich! Und Star Trek ist zweifellos – zumindest in der klassischen Serie und noch mehr zur Zeit der Next-Generation – eine Utopie. Gene Roddenberys Vision mag heute an der einen Ecke etwas blauäugig und an der anderen etwas zu amerikanisch wirken, und ich glaube auch, sie ist das Musterbeispiel für die Diskrepanz zwischen Vision und Realität.

In Star Trek hat die Menschheit den Krieg und den Hunger überwunden, es gibt eine Weltregierung, man ist Teil einer Föderation der Planeten, und das Raumschiff Enterprise ist – wenn auch wehrhaft – ein Forschungs- und ganz gewiss kein Kriegsschiff. Ein Schlüssel zu dieser Entwicklung ist bei Roddenberry und seinen Nachfolgern die Entwicklung des Replikators, eines Geräts, das aus fast nichts, – fast – alles herstellen kann, was man ihm einmal beigebracht hat. So ist in dieser Zukunft Geld unnötig geworden, die Menschen müssen nicht mehr arbeiten, um zu überleben, und können sich dem Guten und Edlen widmen, den Künsten und der Forschung. Weil der Mangel beseitigt ist, weil es genug von allem und für alle gibt.

Eine schöne Vision, eine wunderbare Utopie, ich liebe sie. Wenn wir doch einen Replikator hätten …

… und wenn der Mensch nicht – so sehr – Mensch wäre.

Schauen wir zurück in die letzten Jahrhunderte Menschheitsgeschichte: Der mechanische Webstuhl hat das Leben der Weber nicht besser gemacht, sondern arbeitslos. Trotz Wandels der bäuerlichen Landwirtschaft zur Agrarindustrie mit gewaltiger Überproduktion hungern weiterhin weltweit die Menschen. Die Möglichkeit der globalen Kommunikation hat uns nicht klüger gemacht und lässt uns auch nicht näher zusammenrücken, sondern ist zu einem Verblödungsmedium mit angeschlossenem Webshop verkommen, auf dem Katzenvideos noch das Beste sind, da sie den Menschen (so nicht Katzenhasser) wenigstens für einen Moment lächeln lassen. Und ja: Ihr dürft Euch gerne fragen, wie schizophren ich bin, da ich das gerade hier veröffentliche.

Und deshalb fürchte ich, dass, wenn morgen jemand Roddenberrys wunderbaren Replikator erfinden würde, die Welt sich nicht zum besseren wandeln würde, sondern noch schneller in die Katastrophe schreiten. Weil der Replikator jemandem gehören würde. Jemandem, und nicht allen. Weil jener, dem er gehört, damit auch Profit machen wollte. Und wenn nicht jener selbst, so jemand in seiner Nähe, jemand, der ihn an sich reißt, um ihn für sich zu nutzen. Und weil der überwiegende Teil der Menschheit dies auch gerecht finden würde, dass der Replikator jemandem gehörte und nicht allen. Wo kämen wir den dahin, wenn jeder »umsonst« von der Leistung einen anderen profitieren könnte? Alles muss jemandem gehören! Und wenn es schon nicht mir gehört, dann erst recht nicht dem »Anderern«, der es erst recht nicht verdient hat! Wie schon der Webstuhl, der Acker und das Saatgut und das Internet und bald auch das Wasser und unsere Gene und vielleicht auch mal die Luft und unser Leben, und …

… ihr seht schon: Dystopien fallen mir offensichtlich leichter, als Utopien zu erschaffen, …

… technologische Utopien zumindest. Denn – und das ist wirklich wichtig! – nicht der Webstuhl, das Saatgut, das Internet oder der Replikator sind böse oder schlecht. Sie sind auch nicht gut. Nein! Sie sind jenseits davon, sie sind vom Menschen geschaffene Werkzeuge, mit denen er sein Leben gestaltet.*

Jedoch habe ich den Eindruck, dass der Mensch über die Jahrhunderte hinweg fortwähren bewiesen hat, dass er auf der Suche nach seinem persönlichen Paradies, das Paradies aller anderen möglichst gründlich verwüsten muss. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Natürlich gibt es auch Gegenargumente. Gerade nach dem Zweiten Weltkrieg schien die Menschheit entschlossen, sich auf ihre Gemeinsamkeit zu besinnen, Menschenrechtscharta und das vom mir so gerne zitierte Grundgesetz zeugen davon. Und natürlich hat der technische Fortschritt den Menschen Gutes gebracht, sie gesünder und satter und in gewissem Ramen auch klüger gemacht, zumindest wenn sie wollen … und wenn sie auf der richtigen Seite der Welt geboren wurden. Keiner will ernsthaft zurück ins Mittelalter, oder in die Steinzeit. – Auch die nicht, die noch immer wie im Mittelalter leben müssen, oder in die Steinzeit zurückgebombt wurden.

Offensichtlich: Ich kann keine Utopien schreiben.

Keine technologischen Utopien, zumindest. Vielleicht auch ganz einfach, weil es überhaupt keine technologischen Utopien gibt und es sie auch nie gab! Weil Technik ein Werkzeug ist, der Hammer wie das Gedicht, das Penicillin wie auch die Bomben und der Müll. Und das Werkzeug kann den Nutzer des Werkzeugs nicht ändern. Nicht zum Guten, nicht zum Schlechten. Das Werkzeug kann ihm schaden und nutzen, meist schadet er damit lieber anderen. Nehmt ihm die Waffen weg! Aber es ist immer der Nutzer, nicht das Werkzeug.

Wenn es keine technologischen Utopien geben kann, dann kann es nur menschliche Utopien geben.

Und wenn man es so sieht, dann ist jede Geschichte, in der das Gute das Böse überwindet, in der Gerechtigkeit geschaffen, Gnade gewährt, Liebe gewonnen, Freundschaft geschlossen, Leben geboren, und gemeinsam gelacht wird, eine Utopie.

In diesem Sinne auf ein utopisches Jahr 2019

Euer Stefan

P.S.: Ich habe nicht das Gefühl. dass dieser Text fertig ist, werde mir also erlauben, ihm, wenn nötig, zu ergänzen und anzupassen.

*Anmerkung zum Werkzeug: Auch die Sprache ist nur ein Werkzeug und hat kein Bewusstsein, kein Eigenleben, auf wenn man es der Sprache gerne zuschreibt. Und so kann auch die Sprache nie ansich/von sich aus/ in sich selbst(!) gut, böse, rassistisch oder sexistisch sein kann. Es geht immer darum, wie jemand etwas meint, und wie jenes von der Gegenseite verstanden wird. Dies ist das Geheimnis der Kommunikation. Und da ich Euch alle, die bis hier her gelesen haben, für kluge und verständige Menschen halte, gehe ich auch davon aus, dass Ihr den Unterschied zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht kennt. Danke!

Tschüss 2018! Hallo 2019!

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So, das Jahr 2018 ist fast vorüber, und ich nutze die Ruhe von dem Knall, um Euch allen ein schönes, gesundes und friedliches Neues Jahr 2019 zu wünschen.

Eine Jahresrückblick spare ich mir. Viel wollte ich hier schreiben, über das Leben, das Schreiben und den ganzen Rest. Aber da ich es bis jetzt nicht getan habe, fange ich kurz vor Schluss nicht mehr damit an … nächstes Jahr mache ich es besser. Nicht versprochen, denn ich kenne mich …

Ich hoffe wirklich, dass ihr nächstes Jahr mehr von mir zu Lesen bekommt. Einige Kurzgeschichten sind entstanden, ein paar sind nicht genommen worden, für die Anthologien, für die ich sie geschrieben hatte. Andere werdet ihr in der einen oder anderen Form zu lesen, oder auch zu hören bekommen.

Auch zu einem neuen Roman gibt es noch nichts zu berichten. Ich schreibe – wenig, viel zu wenig, aber ich schreibe.

Hier zumindest ein kleiner Ausblick auf das was kommt:

Cover Drachenmaer Anthologie_Drachen

Also auf nach 2019!

Wie lesen uns!

Euer Stefan

Wenn die Worte fehlen …

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Ich weiß, ich weiß, ich habe hier schon eine Ewigkeit nichts mehr gebloggt und bin von meinem Plan, hier wenigstens einmal im Monat etwas zu schreiben, weiter entfernt, als je zuvor.

Es gäbe viel zu sagen, viel zu schreiben, Stellung zu beziehen, Haltung und Gesicht zu zeigen … dieses Land und diese Welt verändern sich – und das nicht wirklich zum Guten. Geister und Dämonen, die zwar nicht vernichtet, jedoch gebannt, gar gezähmt schienen, spucken die Kreide aus, die sie gefressen hatten, und angelockt von den schrillen Tönen der geifernden Flötenspieler, verfallen die Menschen willig in einen Tanz an Marionettenfäden und jubeln jenen zu, die nur Verachtung für sie empfinden, diese Narren …

Ja, ihr wisst, wovon ich schreibe. Und meine Haltung dazu hat sich nicht geändert, nicht seit 2015 und auch nicht davor oder danach.

Ich glaube nicht, dass ich ein „guter Deutscher“ bin oder gar sein will. Nation ist etwas, das die meisten vom kosmischen Würfelspieler zugeteilt bekommen, es ist also nichts, auf das man „stolz“ sein kann, zumindest nicht, wenn man „Stolz“ als etwas betrachtet, das sich auf eigene Leistungen oder Verdienste beziehen sollte. (Einwurf: Wobei ja jene, die sich aktiv darum bemühen, zu einer Nation zu gehören, also Einwanderer, die einzigen sind, die auf ihre „neue Nationalität“ tatsächlich stolz sein dürften.)

Aber ich glaube, dass es doch etwas gibt, über das wir uns in diesem Land freuen können, und auf das wir sogar ein bisschen stolz sein können, auch wenn es nicht wir, sonder unsere Eltern und Großeltern und Urgroßeltern waren, die es geschaffen haben:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

[Quelle]

Es ist doch wunderbar, was hier, ganz vorne, als Artikel 1 des Grundgesetztes steht. Und seht einmal genauer hin …

„Die Würde des Menschen …“ steht da! Nicht die Würde des Deutschen, nicht die Würde des Weißen, des Mannes, des Gesunden, des Heteros, des was weiß ich auch immer. Und das „Deutsche Volk“, also genau ihr, ja, ihr genau, die ihr doch immer so betont, „deutsch“ zu sein – was immer das auch ist oder sein soll, ich kann vielleicht schwarz, gelb, rot, groß, klein, mann, frau, beides oder anders oder ohne Haare sein, aber das ist ein Gen in meinem Menschsein, das Deutschgen ist mit nicht bekannt – und auch ihr und ich, die wir doch immer so betonen, dass uns Nation am Allerwertesten vorbei gehen, auch uns gelten diese Sätze: „Wir bekennen uns zu den unverletzlichen und unveräßerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt!“

Welch schöne Worte. Voller Hoffnung und Respekt. Wäre es nicht wunderbar, sie zu leben, zu achten und zu verteidigen?

UND IHR GRÖHLT: „LASST SIE ABSAUFEN!“

Ihr lasst mich sprachlos werden …

Natürlich gab es noch anders, über das ich gerne viele Worte verloren hätte. Nicht erst seit dem PAN-Branchentreffen 2018 mit seinem Motto „Träumen Androiden von Freiheit? – Über Gesellschaft und Politik in der Phantastik“ sind die Themen Rassismus, Sexismus, Gendergerechtigkeit, Diversität etc. in der Phantastikszene omnipräsent.

Ich hatte hierzu schon vor dem Treffen im April einen kleinen Blogartikel angefangen, aber nie vollendet. Worüber ich anschließend sogar froh war. Ich musste – wie gesagt – feststellen, dass dieses Thema weit kontroverser diskutiert wird, als ich es mir je vorstellen konnte, und nicht nur einmal habe ich das Gefühl, dass das Thema zu oft zur Nabelschau verwendet wird und man sich lieber darüber die Köpfe heißredet, wer von den „Guten“ denn nun der bessere und richtige „Gute“ ist und ob der schlechtere „Gute“ denn nicht gar schlimmer als der „Böse“ ist, anstatt das Übel zu benennen und sich zu fragen, wie man sich dem (als Phantastik-Autor) stellen kann.

Wie gesagt: Hierzu werde ich sicher noch etwas schreiben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Aber – wie gesagt, ich wollte ja über meine Sprachlosigkeit sprechen und habe darüber jetzt viele Wort verloren.

Ach ja: Ich schätze, dass ich in den nächsten Wochen/Monaten noch mit drei Kurzgeschichten beschäftigt sein werde, die ich versprochen habe, zu schreiben. Dann wende ich mich wieder intensiver meinen Romanprojekten zu. Es geht also – langsam – weiter.

Und dann möchte ich euch nochmal auf einen Termin hinweisen: Am kommenden Samstag, den 11. August lese ich beim Drachenzirkel in München. Ich werde einige vergangene und kommende Projekte vorstellen:

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Ist denn schon wieder Frühling?

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Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, hier wenigstens einmal im Monat etwas zu schreiben. Aber die Zeit rast dahin und ich habe die Rückschau auf das vergangene Jahr genau so verpasst, wie den Ausblick auf 2018.

Und so ist es wieder März geworden.

Nächste Woche fahre ich nach Leipzig. Ihr könnt mich am Donnerstag und Freitag auf der Buchmesse finden. Vermutlich trinke ich zu viel Kaffee in der Autorenlounge des PAN, oder lausche auf der Leseinsel Fantasy jenen, die ihre Geschichten sowohl vollenden, als auch verkaufen können. Im Gegensatz zu mir. Denn auch dieses Jahr komme ich wieder ohne konkrete Projekte in der Tasche, geschweige denn einem Buch, das ich vorstellen darf.

Trotzdem freue ich mich darauf, nette Leute zu treffen, anregende Gespräche zu führen, und in den ruhigen Momenten Ideen zu sammeln – das Aufeinandertreffen von kreativen Menschen scheint tatsächlich Unmengen von »Insprationspartikeln« (Terry Pratchett) freizusetzen, die nur darauf warten, sich in einem Kopf festzusetzen.

Die Ideen, die ich auf der Bahnfahrt zur und von der vergangenen Leipziger Buchmesse notiert habe, haben mich im letzten Jahr viel beschäftigt – auch wenn ich es, wie oben geschrieben, nicht geschafft haben, sie in eine Form zu bringen, in der ich mit ihnen bei Verlagen und Agenten hausieren gehen könnte.

In den letzten Wochen habe ich mich dann auf ein paar Kurzgeschichten konzentriert. Eigentlich wollte ich zwei davon bis zum Ende des Monats bei Ausschreibungen einreichen, jetzt muss ich mich sputen, wenigstens eine davon fertig zu bekommen.

Und daran werde ich mich heute noch ein, zwei Stunden setzen.

Benutzen Aliens das Badezimmer?

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Wie ich in meinem letzten Blogeintrag geschrieben habe, nahm ich diesen November erstmals am National-Novel-Writing-Month teil.

Eine kurze Erklärung, für die, die diese Aktion nicht kennen: Der »NaNoWriMo« ist ein Schreibprojekt, bei dem jeder Teilnehmer sich vornimmt. innerhalb des Monats November eine Geschichte mit mindestens 50.000 Worte zu schreiben. Und um diese doch ganz beachtliche Menge zu schaffen, werden alle Mechanismen der Motivation durch sozialen Medien genutzt, allen voran der permanente Vergleich des »Wortstands« mit anderen Teilnehmern. Zudem soll durch den Wettbewerb etwas ausgeschaltet werden, das die »NaNos« den »inneren Lektor« nennen, also jene Instanz, die uns Schreiberlinge permanent hinterfragen lassen, ob das, was wir soeben geschrieben haben, überhaupt etwas taugt – Masse zählt – Ausschließlich.

(Immerhin empfehlen die NaNos, das Geschriebene dann einige Zeit liegen zu lassen, und sich dann an die Überarbeitung zu machen.)

Meine Wahl fiel auf ein Science-Fiction-Roman-Konzept, das ich seit Anfang des Jahres verfolge.

Ich hatte die Welt, auf der die Geschichte beginnt, Hauptpersonen und ein Dutzend Wegpunkte zum Finale. Ich wusste also, worum es gehen sollte, und nicht viel mehr. Perfekt, um darauf los zu fabulieren.

Oder etwa nicht?

Die ersten Tage lief es ganz gut, auch wenn ich schnell dem Soll hinterher hing, das würde ich am Wochenende wieder aufholen können.

Immerhin schrieb ich jeden Tag, egal ob es Murks war, oder genial, das würde man später sehen. Weiterschreiben!

Masse zählt.

Ausschließlich.

Tatsächlich gelang es mir, jenen ominösen „inneren Lektor“ im Zaum zu halten. Und wer mich kennt, weiß, dass ich mich ewig an der ersten Szene, am ersten Absatz, am ersten Satz aufhalten kann, in immer und immer wieder umschreiben kann, obwohl ich weiß, dass diese Szene, dieser Absatz oder dieser Satz von mir am Ende einfach gestrichen wird.

Antenna04Nach einer Wochen stieß ich jedoch auf ein Problem, das ich nicht berücksichtigt hatte; auf Fragen, die ich nicht unbeantwortet lassen konnte:

Menschen sind in dieser Geschichte die eigentlichen Aliens; Exoten, überwiegend Klone, die für ihren jeweiligen Verwendungszweck gezüchtet wurden. Die Erde ist bestenfalls ein Mythos.

Wie leben Menschen in einer Welt, die menschliche Gewohnheiten und kulturelle Errungenschaften nicht kennt?

Alles Sachen, über die ich mir Gedanken gemacht hatte. Dachte ich, bis ich es schreiben wollte. Aber wie bezeichnet man zum Beispiel eine Anzahl unterschiedlicher Nicht-Menschen, die sich irgendwo befinden? So: »Der Platz war bevölkert von einigen hundert »Leuten«, »Personen« »Einwohnern«, »Bewohnern«, »mehr oder weniger intelligente Lebensformen«? Wenn eine solche »Lebensform« dann menschenähnlich ist, kann ich sie als »humanoid« bezeichnen? Ich zumindest finde, das passt überhaupt nicht, da ja in diesem Fall nicht der »Nicht-Mensch« »menschenähnlich« ist, sondern der Mensch »nichtmenschenähnlich«. Wie jetzt?

Und wie leben diese Menschen und Nicht-Menschen, wenn ich keine Ausrede habe, dass sie irgendwie irdische Angewohnheiten und Annehmlichkeiten übernommen haben? Tragen sie Kleidung? Kennen sie Musik und Malerei? Gibt es so etwas wie eine Kindheit,  oder Ehe? Oder ganz profan: Haben Alien ein Badezimmer? Und wie benutzen sie es? Und so weiter und so fort …

Als sich solche Fragen häuften, war die Luft erst mal raus. Lustiges fabulieren funktioniert nicht, wenn das Konzept überall vom Klebeband der Dilettanz zusammengehalten wird.

Ich schaffte es bis zum 30. November gerade einmal auf 19.000 Worte, auch wenn ich jeden Tag geschrieben habe. Trotzdem bin ich ganz zufrieden. Da ich jeden Tag geschrieben habe. Da ich einiger über mich und mein Schreiben erfahren habe. Da ich weiter in Fahrt bin.

Werde ich nächstes Jahr wieder mitmachen? Ich weiß nicht. Wenn es sich anbietet und wenn ich besser vorbereitet bin, vielleicht dann.

Die »Klone« werden jetzt in Klausur gehen, bis ich den Weltenbau vorangetrieben und einige Antworten gefunden habe. Jetzt wende ich mich wieder der »Regenwelt« zu. Nach dem sie als Kurzgeschichte nicht den gewünschten Erfolg hatte, gebe ich ihr jetzt die Chance, ein Roman zu werden.

Wir lesen uns.

 

 

… ENDE – Anfang …

Es ist ein angenehmes Gefühl, das Wörtchen ENDE unter eine Geschichte zu setzen, auch wenn es nur eine Kurzgeschichte ist. Und auch, wenn alles mit „ziemlich heißer Nadel gestrickt“ wurde,  um die Geschichte am letzten Abgabetag – oder in diesem Fall: in der letzten Abgabestunden – der Ausschreibung noch abzuschicken.

Ich erwarte also nicht, dass ich Euch an dieser Stelle bald eine neue Veröffenlichung verkünden kann. Trotzdem war die Arbeit sehr befriedigend, denn während des Schreibens musste ich etliche Szenen kürzen und streichen, schrieb am letzten Tag – dank Feiertag – auch noch das letzte Drittel komplett um, da sonst alles zu lange geworden wäre, und es haben sich dabei so viele Ideen angesammelt, dass die Geschichte, oder besser: deren Metaplot und Figuren, das Material für eine lange Novelle, gar einen Roman inne haben.

Worum geht es: Es ist eine Geschichte, der mein „Regenland“- (oder „Scheißwetter“-) Szenario zu Grunde liegt, von der ich an dieser Stelle ja schon berichtet habe. Alles weitere: Abwarten …

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Als Beweis täglicher Prokrastination, hier ein Bild vom BuCon (wer hat es eigentlich gemacht?) das ich durch den Gimp-Fleischwolf gedreht habe.

„Dank“ des oben erwähnten Abgabetermins, habe ich es dieses Jahr versäumt, meine „BuCon“-Nachlese zu schreiben. Aber ich möchte es nicht unterlassen – etwas verspätet, und hier unten versteckt – zu verkünden, dass es wieder einmal phantastisch war, dass die Orga wieder Großes geleistet hat, und dass ich Euch alle, alle, alle vermisse!

Bilder und Berichte findet Ihr bei Facebook und auf den Blogs meiner Kolleginnen und Kollegen, und auch von mir an dieser Stelle nochmal einen Herzlichen Glückwunsch an Torsten Low für den wohlverdienten Ehrenpreis des BuchmesseCons. (Und ebenfalls nocheinmal: Wer, wenn nicht du …?)

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Das AKzwanzig13 mit elektronischem Henning-Substitut. Das Original war nachwuchsankunftsbedingt verhindert.

Soweit zum ENDE, zum Rückblick.

Und Enden sind ja bekanntlich nur versteckte Anfänge …

Ich habe Anlauf genommen und will weiter Fahrt aufnehmen. Das Regenland-Konzept bleibt erst einmal liegen, und „Jadvengar“ muss auch noch etwas warten. Da ich wieder einmal erkennen muss, dass Abgabetermine eine der wirksamsten Motivationspeitschen für mich sind, habe ich einer reizenden Bekannten zugestimmt, bei etwas mitzumachen, das ich bisher für ausgemachten Blödsinn hielt. Vielleicht ist es das auch wirklich, aber ebenso vielleicht entfacht es seine Wirkung auf meinen „Schreibmuskel“ und hält ihn weiter in Bewegung.

Ich rede von berüchtigten NaNoWriMo! (Wenn ihr nicht wisst, was das ist, Google ist Euer „Freund“), an dem ich erstmals teilnehme. Und dafür nimmt man am Besten etwas Neues. Ich setze mich jetzt an meine Science-Fiction-Roman, Codename: „Clone“.

Somit komme ich zu einem Ende hier und für heute, und da Ihr es ja immerhin bis hier untern durchgehalten habt: Hier mein NaNoWriMo-Alias

Man liest sich!

Heim zum BuchmesseCon 2017

Das große Treffen der deutschsprachigen phantastischen Literatur steht wieder an. Am kommenden Samstag trifft man sich im Bürgerhaus in Dreieich. Und auch wenn ich auch in diesem Jahr keine Lesung zu bieten habe, so freue ich mich doch darauf, da zu sein, zum zuhören, zum reden, zum trinken und feiern.

Natürlich bekommt ihr auch dieses Jahr meine persönlichen Lesungstipps. Bei sieben parallel laufenden Leseslots ist die Auswahl auch nicht ganz einfach. Auch dieses Jahr sind einige meiner werten AKzwanzig13-Kolleginnen und -Kollegen mit dabei:

Schon zum Auftakt um 11:00 Uhr stellt Mike Krzywik-Groß in einem Workshop die „Heldformel“ vor. Und da ich an diesem schönen, kleinen Buch beteiligt bin, bin ich ja doch ‚irgendwie‘ dabei. 🙂

Um 13:00 Uhr erzählen euch Judith und Christian Vogt von der „Die Grüne Fee“ und über „Die 13 Gezeichneten“.

Und um 16:00 Uhr führt uns Christian Lange zu den „Pyramiden von Pirimoy“

Und natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken,  deshalb hier in ganzer Pracht, der offizielle Pressetext des BuchmesseCon, mit allen Links und Infos, den ich gerne teile:

Dracheklein

STARS DER FANTASY IN DREIEICH – 32. FESTIVAL DER PHANTASTISCHEN LITERATUR ZUR FRANKFURTER BUCHMESSE

Liebe Freunde der phantastischen Literatur,

der Buchmesse Convent (www.buchmessecon.de oder www.facebook.com/BuchmesseConvent) ist seit 32 Jahren das wichtigste Forum für Fans und Aktive der geschriebenen Phantastik in Deutschland. Jedes Jahr am Buchmesse-Samstag treffen sich Freunde und Autoren von Fantasy & Science Fiction, unabhängig von der eigentlichen Messe und organisiert von Fans des Genres, zu einer Convention, wie sie es in dieser Art hierzulande kein zweites Mal gibt. Im Jahr 2016 wurde der Buchmesse Convent mit dem renommierten „Kurd-Laßwitz-Preis“ ausgezeichnet, welcher jährlich von einem bundesweiten Gremium aus Literaturschaffenden des phantastischen Genres vergeben wird. Wir bitten daher alle Freunde der nichtkommerziellen Fan-Kultur um Veröffentlichung folgender Meldung.

Literarische Grüsse
Roger Murmann
(Orga-Team Buchmesse Convent)


Stars der Fantasy in Dreieich – 32. Festival der phantastischen Literatur zur Frankfurter Buchmesse

Deutsche Science Fiction & Fantasy-Literatur-Szene trifft sich in Dreieich-Sprendlingen bei Frankfurt/Main zum 32. Buchmesse Convent – Kooperation mit den Bürgerhäusern Dreieich – Phantastische 64 Stunden Programm an einem Tag

Frankfurt/Dreieich. Zum 32. Mal treffen sich Fans von Science Fiction & Fantasy auf dem Buchmesse Convent (BuCon), Deutschlands führender Independent-Convention für phantastische Literatur. Dieses von der Messe unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern findet am 14. Oktober 2017 und damit wie gewohnt parallel zur Frankfurter Buchmesse statt. „Wir mögen zwar nicht so bekannt sein, wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen“, sagt Roger Murmann vom Organisationsteam. Prominente Gäste sind Grimmepreisträger und „Bernd-das-Brot“-Erfinder Tommy Krappweis, Prof. Dr. Rudolf Simek, Herbert W. Franke, Markus Heitz, Kai Meyer, Tom Finn, Juliane Honisch, TS Orgel, Bernd Perplies, Christian Humberg und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan. Auf phantastischen sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden bieten die Veranstalter für jeden etwas. Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt. Der Unterschied zum „großen Bruder“ Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das „Du“ pflegt.

Im Foyer bieten Zeichnertische optische Kontraste und eine Kunstausstellung illustriert das geschehen.

Als besondere Ehre wurde der Buchmesse Convent im Jahr 2016 mit dem renommierten „Kurd-Laßwitz-Preis“ ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird (www.kurd-lasswitz-preis.de).

Veranstalter ist eine erfahrene Gruppe langjähriger, in der Phantastik-Szene aktiver Fans in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt sowie dem Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. und den Bürgerhäusern Dreieich.

Es wird demonstriert, das utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss. Bereits George Orwell, H.G. Wells und Jules Verne boten in ihren Werken Visionen und Voraussagen, die heute zur alltäglichen Realität gehören. Und werke, wie das Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ des englischen Professors J.R.R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R.R. Martins Meisterwerk „Game of Thrones“ Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht. Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen. Die Veranstalter zeigen, dass trotz des aktuellen „Star Wars“-Booms das phantastische Buch nicht tot ist, sondern durch den Einsatz moderner Technik, sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom anglo-amerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen. Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Fan-Sein bedeutet nicht sturer Konsum, sondern kritische Auseinandersetzung mit dem Autor und seinem Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig, als auf dieser messeunabhängigen Traditionsveranstaltung. Kostümierte Besuchermassen wird man auf dieser literarisch orientierten Veranstaltung allerdings vergeblich suchen.

Höhepunkte der Convention ist traditionell die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen „BuCon-Ehrenpreises“.

Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, den 13.10., ab 20 Uhr zum Einstimmungstreffen zusammen. Den Ort findet man auf der Homepage. Am Samstag, den 14.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. „Convention Center“ ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.

Begleitet wird die Veranstaltung von einer gut sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.

Aus dem Programm:

Tommy Krappweis und Prof.Dr. Rudolf Simek: Fantasy & Wissenschaft

Der weltweit anerkannte Fachmann für Nordische Mythologie Prof. Rudolf Simek („Lexikon der germanischen Mythologie“) und der Fantasyautor und Filmemacher Tommy Krappweis („Mara und der Feuerbringer“) erzählen auf unterhaltsame und lehrreiche Art, wie man mit wissenschaftlicher Unterstützung eine Fantasytrilogie schreiben und das Ganze auch noch verfilmen kann. Der in dieser Form wohl einzigartige Vortrag in Gestalt eines unterhaltsamen Schlagabtauschs für alle, die sich für nordische Mythologie, Germanen, Phantastik und Historie interessieren, ließ bereits den Vortragsraum auf der Role Play Convention sowie das Literaturzelt auf dem Festival Mediaval aus allen Nähten platzen und kommt nun auf den Buchmesse Convent 2017.

Kai Meyer: Die Spur der Bücher

London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.

Matthias Pätzold: Zukunft der Raumstation – Raumstationen der Zukunft

Die Internationale Raumstation ist das größte Raumfahrtprojekt, das jemals unternommen wurde. Seit 20 Jahren befindet sich der Außenposten im All, von denen allein 14 Jahre für den Aufbau aufgewendet wurden. Zunehmende Altererserscheinungen werfen aber Fragen über ihre Zukunft auf. Über Pläne zur Lebensdauerverlängerung der ISS, sowie neue Raumstationen, wie der sogenannten cislunaren Raumstation, einer möglichen russischen Nachfolgerstation, der chinesischen Raumstation und geplanten kommerziellen Raumstationen berichtet Matthias Pätzold in diesem Vortrag.

Friedhelm Schneidewind: Das neue große Tolkien-Lexikon

J. R. R. Tolkien war nicht der erste Autor, der phantastische Literatur schrieb, und andere haben weitaus mehr Fantasy geschrieben. Doch ist er der unumstrittene Alt- und Großmeister der phantastischen Literatur, der Fantasy überhaupt erst zu einem eigenständigen Genre machte. Spätestens seit den Verfilmungen von Peter Jackson gibt es kaum jemanden, der nicht von Tolkien oder zumindest seinen Werken gehört hat. Tolkien war Sprach- und Literaturwissenschaftler, Professor in Oxford – und zugleich einer der größten Phantasten der Literaturgeschichte. Mit seiner Geschichte um Mittelerde, die Hobbits, Elben und Zwerge, um Gandalf und den »Einen Ring« schuf er einen der umfangreichsten, fantastischsten und schlüssigsten Mythen der Literatur. Tolkiens Werk bietet nicht nur spannende Geschichten, sondern eine komplette eigene Welt mit eigener Kosmogonie, eigener Religion und sogar eigenen Sprachen; die Hintergründe zu kennen und die zahlreichen Einflüsse alter Mythen zu entdecken, schafft einen zusätzlichen Reiz bei Lektüre und Filmgenuss. »Das neue große Tolkien-Lexikon«, im Dezember 2016 erschienen, ist ein Werkzeug, sich im umfangreichen Werk Tolkiens besser zurechtzufinden, Querverbindungen und Hintergründe erkennen und Einflüsse bewerten zu können. Zudem lässt sich auf den über 800 Seiten auch prima schmökern.

Markus Heitz: Wédora-Schatten und Tod

Wédora birgt noch so manches Geheimnis für die Freunde Liothan und Tomeija, die es auf magische Weise in die schwer befestigte Wüstenstadt verschlagen hat. Während Liothan in alte Gewohnheiten verfällt und sich in Wédoras Unterwelt einen Namen macht, wird Tomeija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen. Sie kann nicht ahnen, dass sie bald nicht nur gegen Verbrechen und mörderische Intrigen vorgehen muss, sondern auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen. Doch damit nicht genug: Zwei benachbarte Königreiche rüsten sich zum Krieg, und die neutrale Stadt wird gegen ihren Willen in die Feindseligkeiten verwickelt – und Liothan und Tomeija werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt….“

Informationen, sowie eine ausführliche Programmübersicht mit allen 64 Programmpunkten findet man im Internet unter der Adresse:

http://www.buchmessecon.de

…oder im Sozialen Netzwerk Facebook:

Fanseite: http://www.facebook.com/BuchmesseConvent
Fangruppe „BuCon-Fans“: https://www.facebook.com/groups/buconfans

Eine umfangreich Fotogalerie mit 216 Aufnahmen zum vergangenen BuCon 2016 findet man hier: https://flic.kr/s/aHskKb2nmh