Nachtragend (1)

Nein, ich bin nicht nachtragend. Ich möchte nur nicht versäumen, ein paar Themen zu aktuallisieren, zu denen ich mich in den vergangenen Monaten geäußert habe.


Dass die Farce um die Wiki-Liste der Deutschsprachigen Science-Fiction-Autorinnen noch nicht ausgestanden ist, war zu befürchten. Dass die AltWikiAner daraus geradezu einen Rachefeldzug gegen Autorinnen, die ganze Phantastik-Szene und Frauen allgemein machen, war dann tatsächlich so bizarr, dass es eigentlich schon wieder komisch sein könnte, wenn es eben nicht so schwachsinnig und erschütternd wäre . – Sagt jemand, der die Fixierung auf das sog. „Generische Maskulinum“ für … schwierig hält.


Nach dem ich mich hier – im Nachklang der Leipziger Buchmesse – noch verhalten optimistisch über die Entwicklung der deutschsprachigen Phantastik geäußert hatte, kam es bald darauf zu einem Beben in der Autoren- und Verlagswelt.

Die Insolvenz des Uhrwerk-Verlags und damit auch von Feder & Schwert traf die Szene unerwartet und hart. Auch wenn „nur“ eine meiner Kurzgeschichte (in „Eis und Dampf“) bei F&S erschienen ist, so durfte ich doch die Menschen, die hinter beiden Verlagen stehen, als die wundervollsten Vertreter ihrer Art kennen lernen. Und – ja, auch hatte ich gehofft, in absehbarer Zeit mit mehr als jener einen Kurzgeschichte dort vertreten zu sein.


Die Reaktionen im Netz waren unglaublich … phantastisch:


Inzwischen steht leider fest, dass der überwiegende Teil der Mitarbeiter sich eine neue Tätigkeit suchem muss. Ich kann von hier aus – im tiefen Süden – keine große Hilfe anbieten, aber auch hier haben die Reaktionen im Netz gezeigt wie menschlich und solidarisch die Szene ist. Also, nocheinmal und auch hier: Wenn jemand Jobs für ehemalige Verlagsmitarbeiter im Kölner Raum hat – her damit. Es sind tolle Menschen!

Liebe Menschen von Uhrwerk und Feder & Schwert: Auch an dieser Stelle möchte ich mich bei euch bedanken, dafür, dass ihr seid wer ihr seid, und dass ich euch kennen darf. Und ich wünsche Euch alles, alles Gute, was immer ihr auch machen werdet. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!


Schon zuvor hatte die Insolvenz des Buchgroßhändlers KNV die gesamte Buchbranche erschüttert. Und es stellte sich im Laufe des Jahres heraus, dass dies das Kleinverlagswesen deutlich stärker traf, als es viele Insider vermuteten, und die Betroffenen befürchteten.

Über die ganze Entwicklung und die Situation der kleinen Phantastik-Verlage hat Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag einen schönen Artikel verfasst, dessen Fazit ich mich nur anschließen kann: Kauft mehr Bücher!


Die Insolvenz von Feder & Schwert hat auch einige Projekte gefährdet, die spannend und wichtig sind. Inzwischen durfte bei „Roll Inclusive Diversity und Repräsentation in Rollenspielen“ Entwarnung gegeben werden. Ich freue mich darauf. Auch wenn ich – wie ich ja schon öfter erwähnt habe – mich mit Teilen der Nomenklatur nicht wirklich anfreunden kann, ein Buch, auf das ich micht wirklich freue. – Es kann inzwischen überall vorbestellt werden!


Ein anderes Projekt, das ich Euch an dieser Stelle noch einmal ans Herz legen möchte, ist „Unknown – Erzählungen unbekannter Herkunft„. Nur noch wenige Tage läuft das Crowdfunding!

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